Die Reihenfolge
Wie digitalisiere ich Prozesse, ohne gleich Software zu kaufen?
Indem Sie zuerst aufschreiben, was tatsächlich abläuft, und dann entscheiden, welcher Schritt sich automatisieren lässt und welcher Urteilsvermögen braucht. Software kommt zuletzt und fällt dann meist kleiner aus als gedacht. Fast jedes gescheiterte Vorhaben ist an der Reihenfolge gescheitert, nicht an der Technik.
Zuletzt aktualisiert am von Alvaro Moreno, Hamburg.
Der erste Schritt
Womit fange ich an?
Mit einem Blatt Papier und der Frage, was zwischen der ersten Anfrage und dem bezahlten Auftrag tatsächlich passiert. Nicht wie es gedacht war, sondern wie es läuft, einschließlich der Umwege, die sich eingebürgert haben.
Dabei zeigt sich fast immer eine Stelle, an der es regelmäßig hängt. Diese Stelle zu finden ist die eigentliche Arbeit. Sie zu beheben ist mit dem, was Markt und Technik heute hergeben, meistens der kleinere Teil.
Die Regel
Was gehört automatisiert, was nicht?
Die Grenze verläuft nicht dort, wo die Technik aufhört, sondern dort, wo sie anfängt zu stören.
- Automatisieren: was immer gleich abläuft und niemanden fordert. Erinnern, weiterleiten, bereitstellen, protokollieren, zuordnen.
- Handarbeit lassen: was Urteilsvermögen braucht. Einschätzen, entscheiden, zuhören, verhandeln.
- Zuerst aufräumen: was heute schon uneinheitlich passiert. Ein automatisierter Ablauf auf unklarer Grundlage vervielfacht die Unordnung, statt sie zu beheben.
Ob eine Einführung gelungen ist, erkennen Sie an einer einzigen Frage: Bleibt danach mehr Zeit für Gespräche oder weniger?
Die Prüfung
Brauchen wir dafür künstliche Intelligenz?
Das ist die erste Frage, nicht die letzte, und die Antwort lautet häufiger „noch nicht“, als es Ihnen derzeit jemand sagen wird.
Künstliche Intelligenz braucht saubere Daten, klare Zuständigkeiten und Menschen, die dem Ergebnis widersprechen dürfen. Fehlt eines davon, verstärkt sie vorhandene Unordnung.
Oft ist der risikoärmere Weg der sinnvollere erste Schritt: ein Ablauf, der endlich sauber gebaut ist, eine Zuständigkeit, die bisher niemand hatte, eine Schnittstelle, die seit Jahren fehlt. Das ist unspektakulär und wirkt sofort.
Die Systeme
Muss ich meine vorhandenen Systeme ersetzen?
Nein, und ich rate davon ab. Was bei Ihnen läuft, läuft aus einem Grund, und jeder Austausch kostet zuerst einmal Monate.
Bestehendes wird verbunden, sichtbar gemacht und dort ergänzt, wo eine Lücke ist. Umbruch ist fast immer die teuerste Antwort auf ein Problem, das eine Schnittstelle gewesen wäre.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird
Was kostet eine Digitalisierungsberatung?
Die digitale Beratung kostet 4.900 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer: ein Tag Wissenstransfer und danach mindestens ein weiterer Arbeitstag für das ausführliche Konzept. Ein einzelner Beratungstag ohne diesen Umfang kostet 2.800 Euro.
Wir haben niemanden mit IT-Hintergrund. Bringt das trotzdem etwas?
Ja. Es geht nicht um Technik, sondern um Abläufe und um die Regeln, nach denen man entscheidet. Wer seinen Betrieb kennt, kann dem folgen.
Wer sollte teilnehmen?
Die Leute, die den Ablauf danach verantworten, und jemand, der entscheiden darf. Eine Runde ohne Entscheidungsbefugnis erzeugt Einsicht ohne Folgen.
Bekommen wir am Ende Ihre eigene Software verkauft?
Nein. Die Beratung endet mit einem Konzept. Dass ich betriebliche Software entwickle, hilft beim Erkennen, wann keine nötig ist.
Woran scheitern solche Vorhaben am häufigsten?
An der Reihenfolge. Wer die Auswertung baut, bevor die Daten sauber entstehen, hat hübsche Zahlen über einen unklaren Prozess. Deshalb steht im Konzept, was zuerst kommt und warum.
Wie lange dauert es, bis wir etwas merken?
Das hängt daran, womit Sie anfangen. Der erste Schritt ist meistens der unspektakulärste und wirkt am schnellsten, weil er eine Stelle behebt, an der täglich Zeit verloren geht.
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Wo das hier hinführt
Der ganze Tag, das Konzept und was danach bei Ihnen bleibt, stehen auf der Seite zur digitalen Beratung. Mehr dazu auf der Seite dafür.
Fragen, die häufig danebenstehen:
Termin
Wie kommen wir ins Gespräch?
Sie wählen einen Termin und schreiben mir vorab formlos, worum es geht. Bis dahin kostet nichts, und hinterher schicke ich Ihnen nichts nach.
Lieber telefonieren? 040 2383295-0. Was es kostet, steht auf der Startseite: 999 Euro für drei Stunden, 2.800 Euro für einen Tag, 4.900 Euro für die digitale Beratung mit ausführlichem Konzept, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer.